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FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE

Nachhaltige Kulturpraxis: Schutz von Klima & Ressourcen

DISPO Biel/Nidau
21. Juni 2022

Thema 2022

Nachhaltige Kulturpraxis: Schutz von Klima & Ressourcen

Kaum eine Krise in der jüngeren Zeit hat den Kulturbereich in seinem Handeln so stark bestimmt wie die Corona-Pandemie. Eine erste Analyse zeigt, dass die Pandemie Herausforderungen und Systemschwächen in den Vordergrund gerückt hat, die sich in eine weitaus grössere Krise einordnen lassen: die globale Umweltkrise.

Mehr noch als vor der Pandemie und unausweichlich stellt sich daher den kulturellen Akteur:innen die Frage der Nachhaltigkeit: Ist der Kulturbereich auf die kommenden klimatischen, gesamtgesellschaftlichen und regulativen Veränderungen vorbereitet? Wie kann der Kultursektor überhaupt klimafreundlicher werden und gezielt Ressourcen schonen? Was kann und soll der kulturelle Sektor zur Entwicklung von positiven gesellschaftlichen und ökonomischen Zukunftsbildern beitragen? Welche Ziele steckt sich der Kulturbereich der Schweiz und global bis 2030 und mit welchen Mitteln können diese erreicht werden? Und welche Rolle und Handlungsverantwortung kommt dabei der Kulturpolitik und -finanzierung zu?

Der unmittelbaren Bedrohung durch den Klimawandel kann, so hat es auch der jüngste Bericht des Weltklimarates (IPCC) deutlich gemacht, nur mit einer ökologischen Wende und einem tiefgreifenden kulturellen und ökonomischen Wandel begegnet werden. Wir möchten untersuchen, welche Verantwortung und welche Chancen sich daraus für Kulturpolitik und -finanzierung ergeben. In diesem Sinne wollen wir Wissen sammeln und konstruktive Diskussionen initiieren, um Möglichkeitsräume zu schaffen. Die Kulturfinanzierenden sollen mit Partnern und Expertinnen aus anderen Bereichen in Dialog treten, um gemeinsam den Weg zu einer notwendigen transversalen Förderlogik zu bereiten.

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE nimmt das Thema «Nachhaltigkeit» zum Anlass, auch die eigene Funktionsweise nachhaltiger zu gestalten. So werden wir uns erstmals über eine Dauer von zwei bis drei Tagungen hinweg mit dem Themenbereich beschäftigen und nach dem Schwerpunkt «Klima & Ressourcen» weitere relevante Aspekte einer nachhaltigen Kulturförderung und -praxis beleuchten. In diesem Prozess sollen nachhaltige Kollaborationen und der Blick über den Tellerrand in andere Bereiche und Branchen Gewicht erhalten.

Über das Forum

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE (FKÖ) ist ein informeller Zusammenschluss von öffentlichen und privaten Kulturfinanzierenden in der Schweiz. Das Forum verfolgt das Ziel, den Stellenwert der Kultur in der Gesellschaft zu erhöhen wie auch das Verständnis für die Relevanz der Kulturfinanzierung zu stärken. Dazu fordert das FKÖ den Austausch über kulturpolitisch relevante Themen und das gegenseitige Lernen seiner Mitglieder.

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE wurde im Januar 2001 als informeller Zusammenschluss in Montreux gegründet. Es baut auf die Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit seiner Mitglieder und kann laufend erweitert werden.

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE will das Wissen über die Wechselwirkung zwischen wirtschaftlichen und politischen Dimensionen im Kulturbereich vertiefen und den Kulturfinanzierenden Handlungsoptionen mitgeben.

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE will die Rahmenbedingungen für eine genügende und kontinuierliche Finanzierung kultureller Einrichtungen und Projekte durch die öffentliche Hand und Private verbessern.

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE stellt sich zur Aufgabe

  • die gegenseitige Information über die Tätigkeit der Partner zu intensivieren;
  • grosse Projekte mit vereinten Kräften zu ermöglichen;
  • das Zusammenspiel ökonomischer und kultureller Kräfte zu verbessern;
  • durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit eine Plattform für die Kulturfinanzierung in der Schweiz zu bilden.

Konferenz

Das FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE wird von der Konferenz geführt, die für die Aktivitäten des Forums verantwortlich ist. Der Konferenz gehören zurzeit folgende Personen und Institutionen an:

  • Philippe Bischof, Direktor Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
  • Béatrice Demenet-Gugelmann, Generalsekretärin der Fondation Nestlé pour l’Art
  • Yves Fischer, stv. Direktor Bundesamt für Kultur
  • Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur, Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern, Quästor des FKÖ
  • Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund, Präsidentin FKÖ
  • Nicole Minder, Leiterin Abteilung Kultur des Kantons Waadt, Delegierte KBK Romandie
  • Claudia Puppato, Lead Cultural Engagements, Swiss Re Management Ltd
  • Marius Risi, Leiter Amt für Kultur und Sport Kanton Obwalden, Delegierter KBK Deutschschweiz
  • Melanie Morgenegg, Leiterin Abteilung Kultur, Stadt Aarau, Delegierte SKK Deutschschweiz
  • Natacha Roos, Leiterin Kulturamt, Stadt Fribourg, Delegierte SKK Romandie
  • Cleo Schöps, Head Art Sponsorship Partnerships, Brand Activation, Sponsorship & Events, UBS Business Solutions AG
  • Mira Song, Head National Sponsorships, Credit Suisse (Schweiz) AG
  • Nathalie Unternährer, Leiterin Abteilung Kultur, Christoph Merian Stiftung, Delegierte Swissfoundations
  • MITGLIEDER DER KERNGRUPPE 2022:
  • Corinne Grässle, Projektleiterin Migros Pionierfonds, Migros-Genossenschafts-Bund
  • Seraina Rohrer, Leiterin Innovation & Gesellschaft, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
  • Katia Weibel, Stellvertretende Geschäftsführerin, Stiftung Mercator Schweiz