Tagung 2027
Care for Culture – Kultur und Gesundheit verbinden
Kunst und Kultur bringen Menschen zusammen: durch Begegnung, Ausdruck, Zugehörigkeit und Teilhabe. Sie können Wohlbefinden stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt erfahrbar machen. Gerade deshalb stellt sich die Frage, welche Rolle Kultur übernehmen kann angesichts von psychischen Belastungen, Einsamkeit, brüchigen sozialen Bindungen, steigender Lebenserwartung und wachsendem Druck auf das Gesundheitssystem.
An der Schnittstelle von Kultur und Gesundheit entstehen Initiativen, Kooperationen und Forschungsprojekte, aber auch Tätigkeits- und Berufsfelder. Das öffnet Möglichkeiten und verlangt Klärung: Wie bringen sich Kunst und Kultur in dieses Zusammenspiel ein, ohne auf Nutzen und Wirkung reduziert zu werden? Was braucht es, damit die künstlerische Freiheit geschützt bleibt? Und was können die beiden Welten voneinander lernen, damit nicht nur Patient:innen und Gesellschaft profitieren, sondern auch Kulturschaffende in gesunden Strukturen tätig sein können?
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Kultur, Gesundheitswesen, Forschung und Förderung diskutieren wir Potenziale und Grenzen: von künstlerischen Interventionen in Gesundheitsinstitutionen über interprofessionelle Zusammenarbeit und neue hybride Berufsbilder bis zu zukunftsfähigen Finanzierungs- und Fördermodellen. Der Blick gilt dabei auch der Kultur selbst: der Gesundheit der Kulturschaffenden und der Verantwortung der Kulturförderung.
Die Tagung schafft Orientierung in einem dynamischen Feld, zeigt internationale und Schweizer Beispiele und setzt Impulse für Haltung, Austausch und Vernetzung. Weniger Heilsversprechen, mehr gemeinsames Lernen: Kultur und Gesundheit zusammendenken heisst, Brücken zu bauen, Unterschiede auszuhalten und gemeinsam herauszufinden, was diese Verbindung stark macht.









